Weitergabe von Daten an Zusteller (Pakete, Post) / Versandstatus / Paketankündigung

Die Weitergabe der Adressdaten an den Zusteller ist möglich, aber auf die reinen Adressdaten beschränkt. Diese Übermittlung geschieht auf Grundlage von §5 PDSV (Postdienstdatenschutzverordnung) und § 28 Abs. 1 BDSG (Bundesdatenschutzgesetz) im Rahmen des Versandauftrags zwischen Versender und Zusteller zum Zwecke der Zustellung und bedarf keiner Einwilligung des Empfängers.

ABER: Im Falle der Übermittlung von E-Mailadressen an einen Zusteller muss grundsätzlich eine Einwilligung des betroffenen Kunden in die Übermittlung eingeholt werden.

Das Bayerische Landesamt für Datenschutz führte hierzu aus:

Gemäß § 4 Abs. 1 BDSG ist die Erhebung, Verarbeitung und Nutzung personenbezogener Daten nur zulässig aufgrund einer Rechtsgrundlage oder mit einer Einwilligung des Betroffenen. Eine Übermittlung von personenbezogenen Daten ist gemäß § 28 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 BDSG zulässig, soweit es für die Durchführung eines rechtsgeschäftlichen Schuldverhältnisses erforderlich ist. Die Übermittlung der E-Mail-Adresse an den Transportdienstleister ist für den Transport eines Paketes nicht erforderlich und damit zunächst nicht zulässig. Als zusätzlicher Service für z.B. eine Terminabsprache oder wie hier die Sendungsverfolgung kann die Übermittlung der Mailadresse nützlich sein, hierzu müsste allerdings vorher gemäß § 4 Abs. 3 BDSG über die Tatsache der Übermittlung, den Zweck und den Empfänger der Daten informiert werden und es müsste grundsätzlich eine Einwilligung des Kunden in die Übermittlung der Mailadresse an das Versandunternehmen eingeholt werden.

Schreibe einen Kommentar